Suss Microtec erwartet nach Rekordumsatz „Übergangsjahr“
Der Halbleiter-Ausrüster Suss Microtec erwartet nach einem Rekordumsatz 2025 im laufenden Jahr geringere Erlöse und Gewinne. Der Umsatz werde auf 425 bis 485 (2025: 503,2) Millionen Euro zurückgehen und die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) auf acht bis zehn (13,1) Prozent sinken, teilte das Unternehmen am Montag in Garching bei München mit. Suss spricht von einem Übergangsjahr: „Wie hoch der Umsatzrückgang tatsächlich ausfällt, wird maßgeblich vom Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte und von der Frage abhängen, welcher Anteil dieser Aufträge noch im gleichen Jahr erfüllt werden kann“, sagte Finanzvorständin Cornelia Ballwießer. Die Suss-Aktie brach vorbörslich um fast elf Prozent ein.
Trotz des Endspurts lag der Auftragseingang 2025 aber nur bei 354,3 (423,7) Millionen Euro. Der Auftragsbestand lag zum Jahreswechsel bei 266,8 Millionen Euro. Die geringere Marge in diesem Jahr sei das Ergebnis des erwarteten Umsatzrückgangs, verbunden mit steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten. 2025 hatte Suss den Umsatz noch um knapp 13 Prozent auf 503,2 Millionen Euro gesteigert und war damit nahe dem oberen Ende der eigenen Erwartungen (470 bis 510 Millionen) gelandet.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank allerdings um zwölf Prozent auf 65,9 Millionen Euro. Die Ebit-Marge lag auch dank Währungseffekten aber über der Zielmarke von elf bis 13 Prozent. Unter dem Strich blieb ein mehr als halbierter Überschuss von 46,1 (110) Millionen Euro. Die Aktionäre sollen nur die Mindestdividende von vier (30) Cent je Aktie erhalten.