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Volker Ter Haseborg
Und damit endet dieser Sitzungstag. Vielen Dank fürs Mitlesen! Später gibt's auf wiwo.de noch eine Zusammenfassung des heutigen Tages. Bis bald!
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Volker Ter Haseborg
Mehr zum irren Trip der Prüfer auf die Philippinen lesen Sie übrigens in dem Buch, das ich zusammen mit meiner Kollegin Melanie Bergermann geschrieben habe: 
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Volker Ter Haseborg
Marsalek hat für die Prüfer von EY und KPMG einen bühnenreifen Trip nach Manila organisiert, wo den Prüfern die Existenz der Treuhandgelder vorgegaukelt wurde.
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Volker Ter Haseborg
Auf den Philippinen kann man für kleines Geld "relativ Flexibilität" abfragen, sagt Bellenhaus. Födisch: "Flexibilität heißt: Leute bestechen? Bellenhaus: "Genau."
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Volker Ter Haseborg
Im Rahmen der KPMG-Sonderuntersuchung wurde der Wechsel des Treuhänders bekannt. Er sei darüber nicht informiert worden, sagt Bellenhaus. Die Entscheidung des Treuhänder-Wechsels sei sehr kurzfristig gewesen. Marsalek habe nach einer neuen Bank gesucht, weil "Shan" keine Lust mehr hatte, Treuhänder zu sein. Marsalek habe nach einem neuen Treuhänder gesucht. 
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Volker Ter Haseborg
Falls ich hier mal längere Zeit nichts poste:  Ich bin nicht eingeschlafen (obwohl es jetzt schon ganz schön zäh ist). Hier wird nur vieles wiederholt, was schon mal im Prozess gesagt wurde. Da Sie eh alle unseren Wiwo-Blog gelesen haben, erspare ich uns die Wiederholungen...
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Volker Ter Haseborg
"Jan hat viel mehr an diesen Transaktionsdaten rumgefummelt als ich", sagt Bellenhaus über Jan Marsalek.
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Volker Ter Haseborg
Zum Hintergrund: Der japanische Investor Softbank hatte 2019 angekündigt, 900 Millionen Euro in Wirecard investieren zu wollen.
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Volker Ter Haseborg
im Zuge des Softbank-Deals habe er ein Gespräch mit Markus Braun geführt. Braun habe ihn aus London angerufen. Ihm von dem interessanten Deal erzählt, der Wirecard weit nach vorne bringt. In diesem Zusammenhang brauche man "eine Lösung" für die Händlerlisten von Al Alam. Ihm sei klar gewesen, dass auf der Liste Händler stehen müssten, die eine Due Dilligence überstehen. Er habe sinngemäß gesagt: "Markus, die Kunden gibt es nicht." Oder "Markus, die Kunden gibt's nicht." - Brauns Reaktion? "Dass wir Kunden finden müssen für diese Due Dilligence", sagt Bellenhaus. Kurz danach sei Marsalek auf ihn zugekommen - er habe gewusst, dass es jetzt sein Job sei, die Händlerliste zu besorgen. 
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Volker Ter Haseborg
KPMG hätte darauf bestanden, vom Händler Bestätigungen über Transaktkonen zu bekommen - und zwar per Post. So konnten Bellenhaus und Co. die Bestätigungen nicht fälschen - per Email. Ein Problem. Das hätte zur irrwitzigen Situation geführt, dass ein und derselbe Händler per Mail die Zahlung bestätigte - und per Post dementierte, sagt Bellenhaus.
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Volker Ter Haseborg
"Ich hatte generell am meisten Befürchtungen", sagt Bellenhaus auf die Frage, ob es nicht Befürchtungen gab, dass alles auffliegt. "Aber es passierte nichts." Bis schließlich die Financial Times anfing zu berichten. 
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Volker Ter Haseborg
Händlerlisten wurden den Wirtschaftsprüfern vorgelegt. 
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Volker Ter Haseborg
Jetzt will er mit Bellenhaus über Händlerlisten sprechen. Senjo hatte eine Liste von 400 Händlern, "viele mit japanischen Schriftzeichen", die offenbar von der Senjo-Vorgängergesellschaft übernommen wurden, sagt Bellenhaus. Payeasy hätte sehr lange weder Abrechnungen noch Händlerlisten zu haben. Später hätte es "vermeintliche Kundenstämme" gegeben, schließlich auch Händlerlisten. "Die Listen kamen nach meiner Erinnerung von Jan Marsalek."
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Volker Ter Haseborg
Födisch ist erst mal durch mit Namen, die er abfragen will. 
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Volker Ter Haseborg
Bellenhaus spricht gerade über Dinge, die wir in der Wiwo schon im Jahr 2020 ausführlich beschrieben haben:
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Volker Ter Haseborg
Der offizielle Geschäftsführer der Al Alam sei Mohannad A. gewesen. Er sei aus einem anderen Business zu Al Alam gekommen, sagt Bellenhaus. "Er war intellektuell nicht in der Lage, die Sachen ordentlich zu kommunizieren." "Sein Englisch war wirklich sehr schlecht." "Er hat die Sachen unterschrieben, die ich ihm vorgelegt habe." - "Der hatte keine Ahnung, überhaupt keine." Auch Marsalek sei mit A. unzufrieden gewesen. Deshalb sei er ausgetauscht worden, durch den Techniker David Y. Dessen Englisch sei besser gewesen, aber auch ihm sei kein Einblick gegeben worden.
Jetzt geht es um Abdallah Turki, einen Freund von Bellenhaus. Immer wieder habe es Überschneidungen mit Wirecard gegeben, Turki habe Kontakte zu Banken in der arabischen Welt für Wirecard zur Verfügung gestellt. Auch habe Turki ihm Geschäftsführer Mohannad A. vorgestellt. Turki habe die Fluglinie Gulf Air an die Wirecard Bank vermittelt. 
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Volker Ter Haseborg
"Es war klar, das ist Shady Business."  Das sei im Unternehmen klar gewesen, sagt Bellenhaus.
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Volker Ter Haseborg
Mit der Leiterin der Rechtsabteilung von Wirecard hingegen hätte er wenig Berührungspunkte gehabt. Diese sei ebenfalls nicht eingebunden gewesen. "Mein Eindruck war, dass sie ganz froh war, dass die TPA-Verträge nicht bei ihr liegen."
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Volker Ter Haseborg
Steidl habe sich geweigert, das TPA-Geschäft in eine Gesellschaft zu übernehmen, in der sie als Geschäftsführerin fungierte, sagt Bellenhaus.
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Volker Ter Haseborg
Födisch hat noch ein paar Namen. Susanne Steidl, Produktvorständin bei der Wirecard. Wusste sie Bescheid? "Ein ganz klares Nein", sagt Bellenhaus.
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Volker Ter Haseborg
Uuund weiter geht's.
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Volker Ter Haseborg
15 Minuten Pause.
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Volker Ter Haseborg
Er habe mitbekommen, dass der neue Treuhänder Tolentino über Edo Kurniawan kam. Aber mehr wisse er nicht. "Der Edo war auf den Philippinen gut vernetzt, sehr gut."
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Volker Ter Haseborg
Der neue Treuhänder Mark Tolentino. "Da kann ich Ihnen relativ wenig sagen."  - "Den hab ich nie persönlich kennengelernt."
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Volker Ter Haseborg
Wann das war? Gefühlt im Rahmen des Jahresabschlusses 2016 und 2018. Die Prüfer wollten Kontoauszüge kopieren. Vorher hätte Marsalek Shan eingebläut, dass er die Auszüge aufgrund des Bankgeheimnisses nicht herausgeben darf. Weil die Auszüge die TPA-Partner betreffen. "Das war die Storyline." Die Prüfer hätten das so hingenommen. 
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Volker Ter Haseborg
Bei zwei Prüfungen von EY in Singapur und Aschheim sei Shan anwesend gewesen, sagt Bellenhaus.
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Volker Ter Haseborg
Dass die Treuhandkonten aufgebaut werden sollten, sei ohne sein Zutun veranlasst worden. Es könnte sein, sagt Bellenhaus, dass der ehemalige Wirecard-Vorstand Rüdiger Trautmann (der später weiter im Wirecard-Kosmos unterwegs war) ursprünglich den Kontakt zu Shan hergestellt hatte. 
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Volker Ter Haseborg
Shan habe sich im Hochrisiko-Geschäft ausgekannt. Der Kontakt zu ihm sei entweder über Marsalek oder Henry O'Sullivan zustande gekommen. 
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Volker Ter Haseborg
Jetzt geht's nochmal um die Treuhänder. "Shan" habe er 2016 kennengelernt, sagt Bellenhaus. "Wirkte auf mich professionell." 
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Volker Ter Haseborg
Behilflich beim Fälschen war ein Techniker, der in Kanada und zwischenzeitlich in Indien saß, sagt Bellenhaus. "Der beste Techniker, den Wirecard hatte." 
200 Millionen Datensätze seien gefälscht worden, sagt Bellenhaus. Beteiligt daran waren der Techniker und der Wirecard-Mann Edo Kurniawan, Marsalek und er selbst.
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