Födisch will wissen, ob es auch eine Abstimmung mit Braun hierzu mit Görres gab. Sie kann sich nicht erinnern. Födisch zeigt eine Chat-Nachricht, die Görres damals an Braun geschickt hat - es ist genau die Frage, zu der sie Stellung nehmen sollte, die ihr "in die Feder diktiert" wurde.
Gleich wird Födisch dazu weiter fragen. Nochmal Pause.
Görres verwickelt sich hier in Widersprüche. Es geht um die Liste, die ein Mitarbeiter aus der Abteilung von von Erffa erstellt hatte - in ihr waren die (mutmaßlich erfundenen) Drittpartner wie Al Alam enthalten. Diese Liste war an die Financial Times geleaked worden - die Berichterstattung läutete das Ende von Wirecard ein.
Görres sollte damals Stellung zu der Liste beziehen, und zwar gegenüber Softbank, die bei Wirecard investieren wollten. Sie habe Softbank gesagt, dass es eine solche Liste nicht gebe. Und sie hat gesagt, dass sie mit dem Von-Erffa-Mitarbeiter auf die Liste angesprochen hat - dieser habe herumgedruckst.
Irgendetwas passt da nicht. Selbst Staatsanwältin Inga Lemmers hat vorhin geschimpft. Hat gesagt, Görres laufe Gefahr, als Gehilfin zum Betrug dazustehen.